Keynote-Speaker*in

Eine Keynote hält eine externe Person, die den Teilnehmenden ihre Sicht auf das Veranstaltungsthema vorstellt. Das schafft Inspiration und neue Perspektiven.

Voll adaptierbar 30 min
Verwendet in: 1. Eröffnungszeremonie

Wann einsetzen

Lade eine*n Keynote-Speaker*in ein, wenn du zu Beginn deiner Veranstaltung eine inspirierende Atmosphäre schaffen möchtest. Eine Keynote kann:

  • Wissen und Erfahrungen aus verwandten Kontexten weitergeben
  • den Teilnehmenden zeigen: „Wir sind nicht allein, andere stehen vor derselben Situation“
  • Anregungen für die Arbeit auf der Veranstaltung geben

So geht’s

  1. Auswahl: Wähle eine Person, die Expertise für das Thema deiner Veranstaltung mitbringt und die Teilnehmenden inspirieren kann.
  2. Briefing: Besprich vorab Kernbotschaften, Zielgruppe und Zeitrahmen.
  3. Zeitrahmen: Plane 20 Minuten bis 1 Stunde für den Vortrag plus Fragerunde ein.
  4. Integration: Bette die Keynote in die Eröffnung der Veranstaltung ein, meist als Teil der ersten Session.
  5. Fragerunde: Lass Raum für Fragen und Austausch.

Tipps

  • Auf dem WMS24 sprach Amitabh Behar, CEO von Oxfam International. Er berichtete, wie Oxfam die eigene koloniale Vergangenheit aufarbeitete und sich in autonome, geografisch gegliederte Organisationen aufteilte, und teilte seine Erfahrungen damit.
  • Wähle eine*n Speaker*in, deren*dessen Erfahrungen direkt relevant für die Herausforderungen deiner Teilnehmenden sind.
  • Besprich mit dem*der Speaker*in, wie interaktiv der Vortrag sein soll – manche Formate profitieren von Zwischenfragen oder kurzen Übungen.
  • Achte darauf, dass die Keynote die richtige Stimmung für den Rest der Veranstaltung schafft.

Online-Alternative

Eine Keynote lässt sich sehr gut online umsetzen:

  1. Live-Videocall: Der*die Speaker*in präsentiert über eine Videocall-Plattform (z. B. BigBlueButton, Jitsi). Ideal für Interaktion und spontane Fragen.
  2. Vorab aufgezeichnetes Video + Live-Q&A: Der Vortrag wird vorab aufgezeichnet (bessere Produktionsqualität möglich), die Fragerunde findet live statt.
  3. Fragen über ein Q&A-Tool: Sammle Fragen über ein Tool wie Particify (Open Source) – das ermöglicht auch anonyme Fragen und Upvoting der interessantesten Fragen durch die Teilnehmenden.

Der Vorteil online: Du kannst Speaker*innen einladen, die sonst nicht anreisen könnten. Außerdem führen anonyme Frage-Tools oft zu mutigeren Fragen – das funktioniert übrigens auch analog, z. B. mit Fragekarten.